NARM™ – Das neuroaffektive Beziehungsmodell
| nach Dr. Laurence Heller
NARM (NeuroAffective Relational Model) ist ein körperorientierter und psychodynamischer Ansatz, der sich sehr gut dazu eignet, Entwicklungstraumata behutsam zu bearbeiten und aufzulösen. Im Zentrum steht dabei das menschliche Grundbedürfnis nach Beziehung und Verbundenheit.
Wenn wir uns von klein auf gesehen, gehalten und verbunden fühlen, kann sich unser Wesen gesund entfalten – mit Lebendigkeit, Vertrauen und einem stabilen Gefühl von Selbstwert. Wenn diese frühe Verbindung jedoch gestört wurde oder gar nicht erst möglich war, kann das unser inneres Erleben nachhaltig prägen: Unsere Fähigkeit uns selbst zu fühlen, uns zu vertrauen, gesunde Beziehungen zu führen oder ein authentisches und für uns kreatives Leben zu gestalten, kann dadurch beeinträchtigt werden. Oftmals ist uns dies nicht einmal bewusst. Wir sind so sehr an diese über lange Zeit vertraute Realität in uns gewöhnt, dass wir sie als „normal“ erleben, bis wir merken, dass uns etwas fehlt. Vielleicht zeigen sich immer wieder ähnliche Schwierigkeiten in Beziehungen, im Vermissen von echter Lebendigkeit in uns oder von Wirksamkeit.
In der NARM-Arbeit begegnen wir diesen inneren Mustern mit Achtsamkeit und Respekt. Sie waren früher einmal unsere hilfreichen, intelligenten und wichtigen Strategien zur Bewältigung der Situation, die uns lange geschützt und getragen haben. Heute als Erwachsene können wir gemeinsam erforschen, inwieweit diese Strategien jetzt noch hilfreich und notwendig sind und wie Identifikationen, die inzwischen nicht mehr stimmig sind, sich lösen und verabschiedet werden dürfen.
So entsteht Raum für neue Erfahrungen von Verbindung, Selbstwirksamkeit und einem Leben, das sich stimmiger und lebendiger anfühlt und das mehr im Hier und Jetzt passiert.
Somatic Experiencing (SE)® – achtsame, körperorientierte Trauma-Integration
| nach Dr. Peter Levine
Somatic Experiencing (SE) ist ein sanfter, körperorientierter Ansatz, der Menschen dabei unterstützen kann, Schock- und Stressreaktionen nach belastenden Erlebnissen zu verarbeiten und zu regulieren. Im Unterschied zu reinen Gesprächspsychotherapien richten wir uns hier auf das Erleben im Körper.
Nach Situationen, in denen uns ein Ereignis überrascht, überwältigt oder handlungsunfähig gemacht hat, kann das Nervensystem weiterhin den Zustand der inneren „Alarmbereitschaft“ aufrecht erhalten – auch lange, nachdem das Ereignis vorbei ist. Traumatische Erfahrungen sind deshalb im Verständnis von SE nicht das, was passiert ist als solches, sondern die Reaktion unseres Körper und das Nervensystems.
Mit Somatic Experiencing begleitete ich Sie dabei, in einem sicheren, achtsamen Raum wieder Zugang zu Ihrer körperlichen Wahrnehmung zu finden und innere Sicherheit zu entwickeln. Gemeinsam erkunden wir in achtsamer Weise, wie sich Stress- oder Schockerfahrungen im Körper zeigen – etwa als Anspannung, Enge, Unruhe oder Muster von Aktivierung und Rückzug. Durch achtsames Wahrnehmen und behutsames Erleben kann Ihr Nervensystem lernen, sich selbst wieder zu regulieren und zu entspannen. Die zum Zeitpunkt des Ereignisses „eingefrorene“ Energie kann sich lösen und Lebensenergie wieder spürbar werden und in den ursprünglichen Fluss kommen.
Die Arbeit mit SE findet in Ihrem individuellen Tempo statt. Oftmals ist es nicht notwendig, die Geschichte oder belastende Erinnerungen neu zu erzählen, sondern sie kann körperlich integriert werden mit den Signalen, die der Körper selbst kennt.
Es eignet sich besonders für Menschen, die
- ein Schockereignis erlebt haben (z. B. Unfall, plötzliche Nachricht, überwältigende medizinische Ereignisse)
- körperliche Stress- oder Anspannungssymptome spüren
- sich ihren Gefühlen und körperlichen Reaktionen achtsam nähern möchten
- ohne schwere, langjährige Traumatisierungen Unterstützung bei der Regulation suchen
Im Mittelpunkt steht die Zurückgewinnung der inneren Balance und Sicherheit. SE ist ein achtsamer, dabei tiefgreifender und nachhaltig wirksamer Ansatz zur Integration von Trauma und Stress.