
Mein Interesse gilt dem Zusammenhang von Bewusstheit, Beziehung, Heilung und unserer eigentlichen Schöpferkraft. Durch das Bezeugen und Begleiten zahlreicher Prozesse erfahre ich immer wieder, wie wichtig sichere, bezogene Räume sind, wenn Menschen wieder mit ihrem inneren Kern und ihrer Lebenskraft in Kontakt kommen wollen.
Was mich in meiner Arbeit leitet, ist die Haltung, dass wirklich jede Erfahrung uns lehren kann und dass es eine Bereitschaft und Beharrlichkeit braucht, da zu bleiben bei dem, was sich zeigt – auch wenn es unklar, unbequem oder langsam ist und Beharrlichkeit braucht. Denn sehr oft sind es die unangenehmen, unbequemen Stellen im Leben, die wir uns nicht ausgesucht haben, denen wir uns annehmen müssen – und an denen wir zugleich wachsen können.
Zutiefst berührt es mich, wenn Menschen den Mut und die Entschlossenheit finden, sich nicht länger zu verlassen, sondern beginnen, sich sich selbst zuzuwenden und sich auf den Weg machen, sich tiefer zu verkörpern.
Erfahrung
Meine berufliche Erfahrung ist über viele Jahre im psychosozialen und institutionellen Feld gewachsen. Dort hat sich mein Verständnis für strukturelle Zusammenhänge gebildet und meinen Blick dafür, wie sehr individuelle Prozesse immer auch in größere Kontexte eingebettet sind. In den letzten zehn Jahren hat sie sich im Bereich der therapeutischen und individuellen Begleitung weiter entwickelt.
Eine langjährige kontinuierliche Meditationspraxis und wiederholte und längere Aufenthalte in Island – darunter ein zusammenhängender Lebensabschnitt, und mehrere Phasen als Artist in Residence – haben meine Wahrnehmung für innere Prozesse, Körper und Nervensystem, Beziehung und wahrhaftige Verbundenheit mit dem eigenen Weg vertieft.
Island erlebe ich als eine Landschaft von Rohheit und Schönheit, die sich in stetiger Bewegung immer wieder neu formt.
Die Begegnung mit der Weite, den elementaren Kräften und der Reduktion äußerer Reize erinnern mich jedesmal an die tief uns liegende existentielle Erfahrung von Ursprung, Bewegung und Schöpfung.
Arbeitsweise
Meine Arbeit verbindet Bewusstheitsarbeit und eine traumasensible Haltung mit Prozessbewusstsein. Ich begegne Klient:innen auf Augenhöhe und mit somatischer Achtsamkeit, Präsenz und Aufrichtigkeit.
In der Einzelbegleitung und in gruppenbasierten Formaten arbeite ich mit Menschen, deren Anliegen ist, ihre innere Klarheit und die Verbundenheit mit sich zu vertiefen.
Transparente Kommunikation als innere Praxis
Transparente Kommunikation (inspiriert von Thomas Hübl) ist keine Therapieform, sondern eine Praxis, die Bewusstheit und Beziehung miteinander verbindet. Sie lädt dazu ein, der eigenen inneren Erfahrung achtsam näherzukommen – Gedanken, Gefühle und körperliche Empfindungen wahrzunehmen und von dort aus in Kontakt zu treten.
Wenn wir innehalten und uns selbst feiner spüren, verändert sich oft ganz von selbst, wie wir sprechen und zuhören. Worte entstehen dann weniger aus dem Bedürfnis zu erklären in einem „Sprechen über“, sondern aus dem heraus, was gerade lebendig ist. Kommunikation wird verkörperter und stimmiger.
Viele Menschen erleben diese Art der Kommunikation als klärend, regulierend und nährend, weil sie einlädt, sich selbst intimer wahrzunehmen und wahrgenommen zu werden – zunächst für sich, und dann auch mit Anderen.
Die Transparente Kommunikation ist keine therapeutische Methode, sondern eine innere Haltung und Praxis und kann überall dort tief wirksam werden, wo es um Präsenz, Beziehung und Integration geht.
Sie ist der innere Bezugspunkt meiner Arbeit.
Qualifikationen
Akademischer Hintergrund & Berufszulassung
Im Hintergrund meiner Arbeit steht ein geisteswissenschaftliches Studium und eine kontinuierliche fachliche Vertiefung im therapeutischen Feld.
Ich habe Philosophie, Orientalistik und Komparatistik studiert und 2017 an der Universität Bonn promoviert (Dr. phil.).
Ich verfüge als Heilpraktikerin (Psychotherapie) über die Heilerlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz (Gesundheitsamt Köln).
Traumasensible & körperorientierte Weiterbildungen
– NARM® – Das NeuroAffektiveBeziehungsmodell nach Dr. Laurence Heller
– Somatic Experiencing® (SE) nach Dr. Peter A. Levine
– Integrale Somatische Psychologie (ISP) nach Dr. Raja Selvam
Meine Arbeit wird regelmäßig durch Supervision begleitet.
Systemische & psychotherapeutische Methoden
– Systemisches Coaching (DCV)
– Personenentrietre Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers
– Gestalttherapie nach Fritz Perls
– Systemische Organisationsentwicklung
Bewusstseinspraxis & kollektiver Kontext
Ein weiterer Erfahrungsraum meiner Arbeit liegt in der Auseinandersetzung mit zeitgemäßer Bewusstseinsarbeit und kollektivem Trauma.
Seit mehreren Jahren bin ich Teil der Core Group von Thomas Hübl/Inner Science Academy. Diese Erfahrungen und die persönliche, transgenerationale, kollektive und mystische Forschungsarbeit prägen zutiefst meine Haltung und Perspektive.
Berufliche Praxis & institutionelle Erfahrung
Über viele Jahre war ich im institutionellen und bildungsbezogenen Kontext tätig, unter anderem in der Erwachsenenbildung im Gesundheitswesen sowie in inter- und transkulturellen Arbeitsfeldern.
Mitgliedschaften:
– Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e. V. (VFP)
– Somatic Experiencing Deutschland e.V.